Methodisches und analytisches Denken zählen zu den Kernkompetenzen von Ingenieurinnen und Ingenieuren. Kreativität steht hingegen im Forschungsalltag oft nicht unmittelbar im Vordergrund.
Der interaktive Workshop widmete sich daher zentralen Fragestellungen wie: Wie gelingt es, gewohnte Denkmuster zu verlassen und neue Perspektiven einzunehmen? Wie kann Kreativität bei der Entwicklung von Forschungsfragen und innovativen Ideen gezielt gefördert werden? Wie lassen sich Forschungsergebnisse wirkungsvoll kommunizieren und vermitteln? Und wie können Forschende ihre persönlichen Fähigkeiten weiterentwickeln, um ihre Arbeit noch erfolgreicher und mit mehr Freude zu gestalten?
Im TRR 402 DediGrad steht die Erforschung und Entwicklung hochleistungsfähiger Produktionstechnologien im Mittelpunkt. Gleichzeitig ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein wesentlicher Bestandteil des Sonderforschungsbereichs. Vor diesem Hintergrund wurde ein Workshopformat entwickelt, das die wissenschaftlichen Themen des TRR 402 mit den Prinzipien kreativen Denkens verbindet.
Im Workshop „Creative Thinking Lab for Researchers“, geleitet von Frances Blüml und Verena Frohs, erhielten die Promovierenden die Möglichkeit, neue kreative Methoden kennenzulernen, um Ideen zu entwickeln, zu bewerten sowie wirksam zu kommunizieren.
An zwei halben Workshop-Tagen wurden verschiedene Denkansätze, Methoden, Werkzeuge und Frameworks des kreativen Arbeitens praktisch erprobt. In interaktiven Gruppenarbeiten kamen unter anderem Personas und Analogien zum Einsatz. Im Gegensatz zu den analytischen und klar strukturierten Herangehensweisen, die den Forschungsalltag vieler Ingenieurinnen und Ingenieure prägen, bot der Workshop Raum, gewohnte Routinen bewusst zu verlassen und Ideen fernab von Tabellen, Diagrammen und Excel-Listen zu visualisieren.
Der Workshop leistete einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung individueller Kompetenzen und stärkte zugleich die Zusammenarbeit innerhalb des TRR 402. Die Teilnehmenden nehmen zahlreiche Impulse und Methoden mit, die künftig auch in ihre tägliche Forschungsarbeit einfließen werden.